Nachhaltigkeit "klar sichtbar" machen

 

10 Jahre nach Rio: "Landkarten" der zukunftsfähigen Aktivitäten im Ländle

VON MARIANNE MATHIS E-MAIL: mathism@vn.vol.at

Schwarzach (VN) Nachhaltige Entwicklung im tatsächlichen Sinne des Begriffs soll in Vorarlberg zehn Jahre nach der UNO-Konferenz in Rio wieder stärker ein Thema werden: Das "Büro für Zukunftsfragen", der Umweltverband (der Gemeinden) und der Verkehrsverbund sind Initiatoren des "Unternehmen.V".

Heuer steht eine ganz Reihe von Jahrestagen an: Rio, das Büro für Zukunftsfragen, der Umweltverband und der Verkehrsverbund sind zehn Jahre "alt". Statt Jubiläen zu feiern, werden die Ärmel hochgekrempelt. ,,Wir wollen Nachhaltigkeit sichtbar machen, indem engagierte Personen, Projekte und Institutionen in "Landkarten" eingezeichnet und veröffentlich werden", so Dr. Manfred Hellrigl vom Büro für Zukunftsfragen (zuvor Umweltinformationsdienst).

Es soll auf einen Blick erkennbar werden, wo etwas läuft und wer was macht. So kann ein neues Bild entstehen, das eine Gesamtschau erlaubt, "Lust auf Beteiligung weckt" und die Kooperation zwischen den Akteuren erleichtert.

Mobilität als Beispiel

Offiziell wird das "Unternehmen.V" am 19. März gemeinsam mit LH Sausgruber präsentiert. Im April will der Verkehrsverbund die ersten acht Karten der Verbindungen von Bus und Bahn - für Jahresnetzkartenkunden gratis - anbieten. In einem eigenen "Vorarlberg Magazin" des Landes werden dann Gemeinden mit ihren Kampagnen, dem "grünen Einkauf" und Ökoprofit vorgestellt, so der Geschäftsführer des Umweltverbandes, Dipl.-Ing. Fritz Studer. Im Juni finden zwei bundesweite Nachhaltigkeitstagungen im Ländle statt. Spätestens dann wird Umweltminister Molterer die in seinem Ressort ausgearbeitete "österreichische Strategie zur nachhaltigen Entwicklung" vorstellen. Dieses Papier wird er bei dem Weltgipfel in Johannesburg im August auf den Tisch legen.

Leitbild der Wirtschaft


Im September steht wieder ein europaweiter autofreier Tag auf dem Programm, und noch im Herbst will das Unternehmen.Vmit einer eigenen Web-Site ins Internet gehen.

Für Hellrigl ist es auch ein Anliegen, dass in der Bodenseeregion gemeinsame Standards zur Zertifizierung jener Gemeinden ausgearbeitet werden, die sich an der "Lokalen Agenda 21" beteiligen. Dass nachhaltige Entwicklung ein langfristig orientiertes Leitbild nicht nur der Umwelt- und Beschäftigungspolitik, sondern auch der Wirtschaft ist, signalisiert der Titel "Unternehmen.V".

"Unternehmen.V": v.l. Dipl.-Ing Studer (Umweltverband), Dr. Hellrigl (Büro für Zukunftsfragen) und Marketingchefin Valentini (Verkehrsverbund) im "VN"-Gespräch.




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