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Vorstandsvorsitzender distanziert sich vom AKW - Tschechen befürworten Meiler
Passau (red/rtz). Die Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) distanzieren sich
ebenso klar wie e.on von Temelin (PNP berichtete). Man werde auch in Zukunft keinen Strom
kaufen, der aus dem Kernkraftwerk Temelin komme, sagte RWE- Vorstandsvorsitzender Dr.
Dietmar Kuhnt in einem Gespräch mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Ernst Hinsken
(Straubing). "Zudem ist nicht daran gedacht, sich am Kernkraftwerk Temelin zu
beteiligen", ergänzte RWE-Finanzvorstand Dr. Klaus Sturany. Hinsken hatte sich an
die Vorstände gewandt, "um Klarheit zu schaffen".
Umfrage zu Temelín in Tschechien
In Tschechien gibt es laut einer Umfrage nach wie vor eine klare Mehrheit für das
Atomkraftwerk Temelin. Die Zahl sei aber seit Oktober 2000 leicht von 71 auf 67 Prozent
gesunken, teilte die Agentur CVVM gestern in Prag mit. Die Zahl der Temelin-Gegner stieg
im selben Zeitraum von 16 auf 22 Prozent. Rund 65 Prozent der Tschechen halten die Kritik
aus den Nachbarländern für "unerheblich".
Die tschechische Genehmigungsbehörde von Temelin hat zu den Bedenken bayerischer Bürger
gegen den Meiler Stellung genommen. In den kommenden acht Wochen liegen die Ausführungen
in den Landratsämtern entlang der tschechischen Grenze sowie im Rathaus Passau aus. 872
Bürger und Organisationen aus Bayern hatten Bedenken und Einwände geäußert.
Unterdessen wird der Betrieb des international umstrittenen Atomkraftwerks Temelin in
Tschechien einer Umfrage zufolge im eigenen Land von zwei Dritteln der Bevölkerung
befürwortet. Das Meinungsforschungsinstitut CVVM ermittelte in einer gestern
veröffentlichten Umfrage eine Zustimmungrate von 69 Prozent für das Atomkraftwerk. Gegen
den Betrieb des AKW sprachen sich 22 Prozent der Befragten aus.
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