Holzbörse als Chance

 

„Holzbörse Vitis“ wurde vorgestellt, Gemeinden zur Ko-Finanzierung eingeladen, Wertschöpfung soll in Region bleiben.

VITIS / Ein Projekt, für das schon sehr viel Vorarbeit geleistet wurde und über das schon sehr viel diskutiert wurde, wurde am 15. März im Haus der Musik und Kultur in Vitis erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, das Projekt der „Holzbörse“ in Vitis.

Konkret geht es darum, auf einem 23 Hektar großen zusammenhängenden Gebiet einen Holzpark mit Vernetzung zu anderen holzverarbeitenden Betrieben in der Region zu schaffen.

Die Grundidee hinter diesem Projekt: Im Waldviertel entstehen pro Jahr rund 1200 Fertighäuser, das Rohmaterial dafür kommt nur zu 15-20 Prozent aus der Region. Durch die „Holzbörse“ will man es schaffen, dass die Wertschöpfung zu einem weitaus größeren Teil in der Region bleibt. „Es müsste hier gelingen aus dem Werkstoff Holz Halbfabrikate herzustellen, damit die Industrie und die Handwerksbetriebe diese verwerten können“, erklärte Josef Lumplecker, der das Projekt „Holzbörse Vitis“ im Auftrag des Landes bearbeitet hat. Man könnte so Logistikkosten (Transport) einsparen und Wertschöpfungsketten errichten. Die Idee spannt sich vom Schlägerungs- und Durchforstungsunternehmen zum Holzhof, der Verarbeitung und dem Vertrieb. In einem (bereits entstehenden) Fernheizwerk am Rande des Industriegebietes könnten auch Holzabfälle sinnvoll verwertet werden.

Die Vorstellung des Projektes in Vitis hatte jedoch noch einen weiteren Grund: Man will anderen Gemeinden schmackhaft machen, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Regionalmanager Adi Kastner als Moderator der Veranstaltung brachte es auf den Punkt: Es gibt wenige Flächen in der gesamten Region, die auf Grund ihrer verkehrstechnischen Lage und anderer Vor-aussetzungen so geeignet sind, wie dieses Gebiet. Besonders strich Kastner die Nähe zu den Bezirksstädten Waidhofen, Zwettl und Gmünd hervor.

Neue Möglichkeiten des Finanzausgleiches würden es nunmehr ermöglichen, dass aus den Einnahmen aus diesem Industriegebiet alle Gemeinden im gleichen Ausmaß profitieren würden (Kommunalsteuer etc.), wie sie sich bei der Errichtung finanziell beteiligen (Aufschließung etc.). Erich Genner, der das Projekt ebenfalls seit mehr als einem Jahr betreut, ließ kurz vor Schluss der Veranstaltung nochmals aufhorchen: „Es gibt bereits über 30 Kooperationsvereinbarungen und 14 Beteiligungen!“





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