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Jülicher Forscher verbessern Wirkungsgrad auf 11,2 Prozent
Jülich (pte, 6. Apr 2002 09:30) - Im Labormaßstab ist Wissenschaftlern des Instituts
für Photovoltaik (IPV) des Forschungszentrums Jülich http://www.fz-juelich.de/ipv/ die
Entwicklung einer Silizium-Dünnschichtsolarzelle gelungen, deren Wirkungsgrad auch nach
mehr als 1.000 Stunden Sonneneinstrahlung bei 11,2 Prozent liegt. Die Ergebnisse der ein
Quadratzentimeter großen Zelle sollen im nächsten Schritt auf größere Solarmodule
übertragen werden.
Silizium-Dünnschichtsolarzellen gelten vergleichsweise als kostengünstiger als
herkömmliche Solarzellen. Um aber zur Marktreife zu gelangen, müssen die Wirkungsgrade
großflächiger Module im Langzeitbetrieb von derzeit etwa sechs bis sieben Prozent erst
auf zehn Prozent klettern. "Mit einer Tandemzelle wurden sogar 11,2 Prozent
erreicht", so Bernd Rech vom IPV. Dabei werden mehrere Silizium-Schichten
übereinander gelegt und zu Stapelzellen konzipiert. Eine Schicht besteht dabei aus dem
für Dünnschichtsolarzellen üblichen amorphen Silizium, eine zweite aus
mikrokristallinem Silizium.
Rech ist optimistisch, dass durch die Kombination von neuen Materialien mit ausgefeilter
Prozesstechnologie großflächige Dünnschichtmodule dem Wirkungsgrad herkömmlicher
Solarmodule nahe kommen. Er rechnet damit, dass sich langfristig die preiswerte
Dünnschichttechnologie auf dem Markt durchsetzen wird. Die Jülicher Forscher arbeiten
bereits mit dem Industriepartner RWE Solar GmbH, Geschäftsgebiet Phototronics, zusammen,
das 0,6 cm2 große Dünnschichtmodule auf Basis des amorphen Siliziums herstellt.
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